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Lesebrille und das liebe Versteckspiel …

 

Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...

Kennt ihr das auch? Nie ist das Ding da, wo es sein soll. Sondern überall dort, wo es null Sinn macht. Früher musste ich immer lachen, wenn ich ältere Frauen sah, die ihre Lesebrille um den Hals hängen hatten. Wahlweise an einer Art bunten Kordel oder, die elegante Variante, an einer goldenen Kette. Ständig griffbereit, baumelte vor den Brüsten die klassische Lesebrille.

Das Lachen ist mir inzwischen völlig vergangen. In den letzten Monaten ist die Schrift in Büchern, am Computer, auf Etiketten oder Lebensmittelpackungen einfach sehr viel kleiner geworden. Jedenfalls in meinen Augen. Mit ausgestreckten Armen halte ich im  Supermarkt Müslipackungen von mir weg, um mit Müh und Not die Zutaten lesen zu können. Inhaltsstoffe auf Cremetigeln oder Shampooflaschen ist ein Kraus. Kalorinangaben zum Glück auch.

 

Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...

Ich und eine Lesebrille … ich bin doch erst …

Irgendwann habe ich endlich begriffen: Ich brauche eine Lesebrille. Dieses Eingeständnis fällt nicht leicht. Ich bin ja noch keine alte Frau. Ist eine Lesebrille ein Synomom fürs Älterwerden fragte ich mich. Nicht hip wie eine große dunkle Sonnenbrille, sondern eindeutig eher ein Oma-Accessoire. Mein Augenarzt beruhig mich, als ich auf dem Stuhl saß und sagte „Das ist völlig normal in Ihrem Alter, das nennt man Altarweitsichtigkeit. Alle brauchen ab einen gewissen eine Brille.“ Also hab ich mich beherzt und eine Lesebrille bei Optiker Fielmann angeschafft.

Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...
Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...

Versteckspiel …

Seitdem spielen wir beide ein nerviges Spiel – meine liebe Lesebrille und ich: Verstecken. Nie ist sie da, wo ich sie brauche. sitze ich abends mit einer Freundin im Restaurant, liegt meine Lesebrille garantiert zu Hause neben der Fernsehzeitschrift. Liege ich  im Bett und will noch ein bisschen lesen, steckt sie garantiert im Handschuhfach meines Autos. Machmal habe ich das Gefühl, das kleine Dinge befindet sich quasi auf der Flucht. um Glück geht’s meinen Freundinnen ähnlich und irgendeine hat immer eine  Lesebrille dabei. Die macht dann eben die Runde.

Inzwischen haben sich manche Supermärkte auf Kunden wie mich eingestellt, habe ich den Eindruck. Es gibt doch tatsächlich Einkaufswagen mit Lupen. Statt mühsam das Brillenetui aus den Tiefen der Handtasche hervorzukramen und dann im Zweifelsfall festzustellen, dass die leidige Sehhilfe leider wieder mal nicht drinliegt. hält man die Verpackung unter die Lupe. Es gibt übrigens Aufdrucke, die selbst mit Lupe kaum zu lesen sind, aber auch das ist ein anderes Thema.

Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...
Lesebrille und das liebe Versteckspiel ...

Mittlerweile muss ich sagen, dass die Kettenlösung für die Brille sicher ausgesprochen praktisch ist. Aber das Gefühl, ständig eine Brille auf den Brüsten baumeln zu haben, gefällt mir auch nicht. Irgendwie hat das was von verstaubter Bibliothekarin finde ich. Deshalb habe ich inzwischen aufgestockt – mir noch eine weitere günstige Lesebrille besorgt und das Versteckspiel erweitert. Ich lasse mir doch nicht von so einem kleinen, miesen Altersbegleiter meine Laune verderben!

Wie Ihr habt noch keine? Dann kann ich nur sagen: Wartet einfach mal ab. Die Zeit wird kommen und dann habt Ihr auch eine Lesebrille auf der Nase …
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